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Die Rote Moderne

Klinkermoderne in Hannover


Busexkursion:
Samstag, 10. November 2001 - 13.00 Uhr

Sid Auffahrt (Stadtbauhistoriker, Universität Hannover)

Die steil aufstrebenden Stützpfeilern des Anzeigerhochhauses, die filigranen Zackenlinien des Poelzig-Baus in Vinnhorst, die streng-moderne Pädagogische Hochschule und auch die roten Trutzburgen an der Stresemannallee in der Südstadt zeigen die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten des damals neu entdeckten Baumaterials Klinker. Dieses bodenständige Material ist aufgrund der glasierten Oberfläche widerstandsfähig und pflegeleicht und zeigt durch seine rot-violetten bis blauen Farbtöne eine gediegene Wirkung. Die von der Stadt geförderte Verwendung von Klinkern ging einher mit einer imponierenden Bauleistung in den Jahren 1926-30 - vor allem im Wohnungsbau. Folgende Bauten bilden die Stationen unserer Stadtreise: Anzeigerhochhaus, Capitolhaus an der Ihme, Stadtbibliothek und Wohnanlagen in der Südstadt, in Kleefeld und in der List. Eine Sonderrolle spielen dabei die eigenwilligen Werke des Klinkerfürsten Fritz Höger und der Architekten Hans Poelzig und Henry van de Velde.

Diese Bustour mit sieben Aussteigestationen führt uns zu den bedeutendsten Beispielen der „Roten Moderne“ in Hannover. Vom ZOB geht es zum Anzeigerhochhaus (Fritz Höger 1928), zum Capitolhochhaus am Schwarzen Bären (Friedrich Hartjenstein 1930), zur Stadtbibliothek (Hanns Bettex/Karl Elkart 1929-31), zum Haus Opel-Günther (Fritz Höger 1928) in der Oesterleystr., zum Geibelplatz, zur Pädagogischen Akademie (Franz-Erich Kassbaum, Willi Palaschewski 1929-31) zur Heinemannstiftung (Henry van de Velde 1930), zur Gartenstadt Kleefeld, zur Wohnanlage Im Kreuzkampe, zum De-Haen-Platz, zur Villa Madsack (Fritz Höger 1928) in der Walderseestr., zum Jahnplatz und zum ehemaligen Verwaltungsbau der Gebr. Meyer in der Beneckeallee von Hans Poelzig (1921/22).