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Verein zur Erforschung und Diskussion des Verhältnisses von Stadt und Kultur

Commoning für eine gemeinwohlorientierte Stadt

Vortrag und Diskussion:

Mittwoch, 10. Februar 2021 – 19.00 Uhr

Livestream aus dem Kulturzentrum Pavillon (leider ohne Publikum)

  • Silke Helfrich (Commons-Institut, Berlin)
  • im anschließenden Gespräch mit Dennis Klose (ecovillage Hannover)

als Livestream unter: https://youtu.be/eZifpPHLYXM

Die grundlegende Idee der Commons ist die selbstorganisierte und bedürfnisbezogene Gestaltung unserer sozialen und physischen Umwelt - im ländlichen und im städtischen Raum, im realen Leben und in der digitalen Welt. Commons sind so alt wie die Menschheit und so modern wie das Internet.

Sie sind selbstverständlich und doch voraussetzungsvoll, denn Menschen müssen sich über Regeln und Grenzen verständigen; sie müssen immer wieder prüfen, ob individuelle wie gemeinschaftliche Bedürfnisse befriedigt werden. Nur dann kann es gelingen, sich in Vielfalt gemeinsam auszurichten.

Wer diesen Ansatz auf die aktuelle Stadtplanung überträgt, stößt auf wenig Freiraum zur Selbstorganisation und stattdessen auf ein jahrzehntelang gewachsenes Macht- und Regelgeflecht. Da Commoning nicht auf partielle Bürgerbeteiligung sondern auf souveräne Prozessgestaltung setzt, ist zu klären, inwieweit unsere Stadtplanungsinstitutionen diesem Ansatz gerecht werden können. Wie können „von unten“ initiierte Projekt sinnvoll begleitet werden? Wie können Lösungen wirklich gemeinsam erarbeitet und Prozesse ergebnisoffen gehalten werden? Wie können Regeln und Vorgehensweise im gesamten Prozess gemeinsam erarbeitet werden? Auch die Frage, wer überhaupt über die unterschiedlichen urbanen Ressourcen - Boden, Verkehrswege, Wohnraum, Kultur – verfügen darf, ist in diesem Zusammenhang essenziell.